Donnerstagsgebet - Anfänge und Entwicklungen

Referat von Josef Bieger-Hänggi an der Januartagung 2012

Während des zweiten Weltkrieges begründete Major Wellesly Tudor Pole die Institution der „Silent Minute“, einem Friedensgebet, das täglich abends um 21:00 gebetet wurde. In dieser langen Tradition stehen die Leipziger Friedensgebete, die wiederum Vorbild für das Donnerstagsgebet wurden. Weiter

Kein Ausschluss von Menschen

Pruntrut, 29. Januar 2012

Auf die Ökumene angesprochen, erwiderte Felix Gmür, Bischof von Basel: Man müsse Schritt für Schritt vorwärts gehen wie auch bei Fragen, die das Zölibat oder das Diakonat der Frauen betreffen. Beim Zusammengehen von Reformierten und Katholiken bestehe auf der institutionellen Ebene kein Fortschritt. Er sehe aber einen solchen auf lokaler und pfarreilicher Ebene, wo Menschen zusammen kommen, um ihren Glauben an einen gemeinsamen Christ und an gemeinsame christliche Werte zu bekunden. Weiter

Januartagung: Liturgien für die Zukunft

Olten, 28. Januar 2012

Olten, 29.1.12 (Kipa) "Liturgien für die Zukunft" hiess das Motto der traditionellen Januartagung des Vereins tagsatzung.ch am Samstag in Olten. Im Mittelpunkt stand die Anregung, auf dem Hintergrund des Reformstaus in der katholischen Kirche Donnerstagsgebete durchzuführen. Dahinter steht die Erfahrung der Montagsgebete in der der damaligen DDR. Weiter

Gleichstellungsinitiative der Basler Katholiken steht

Radio DRS, 6. Januar 2012

Die Initiative verlangt, dass die Behörden der römisch-katholischen Landeskirchen in beiden Basel darauf hinwirken, dass die Kirche «die gleichberechtigte Zulassung - unabhängig von Zivilstand und Geschlecht - zum Priesteramt ermöglicht». Weiter

Zur Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils

Ein Beitrag von ORF mit Walter Kirchschläger

Am 25. Dezember vor genau 50 Jahren wurde von Papst Johannes XXIII. das Zweite Vatikanische Konzil einberufen. Eine neue Ära der römisch-katholischen Kirche sollte damit beginnen - eine Ära der Weltoffenheit, Dialogbereitschaft und Toleranz. Walter Kirchschläger - Sohn des ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger - ist Theologe und lehrt heute an der Universität in Luzern. Das Zweite Vatikanische Konzil ist bis heute für ihn richtungsweisend und in einer Zeit, in der der Kirchenkurs wieder in Richtung "zurück hinters Konzil" zu gehen scheint, herausfordernd. Ein Porträt über den österreichischen Theologen, über seine Prägung durch seinen Vater, und über sein Festhalten an den Weichenstellungen des Zweiten Vatikanischen Konzils. Weiter

76,5 % sind für die ReformerInnen

Österreich, Pfarrerinitiative geht 2012 in die Offensive

Bis Jahresende bleibt der Weihnachtsfriede in Österreich aufrecht. Für 2012 kündigt Helmut Schüller – er ist auch Pfarrer in Probstdorf – eine breite Info-Kampagne an. Monsignore Schüller rief im Sommer mit der Pfarrer-Initiative "zum Ungehorsam" auf. Ziel: Kirche und Glaube zu modernisieren. Weiter

Liturgien für die Zukunft

Januartagung 2012, Samstag, 28. Januar, 9:30-14:00, Pfarreiheim St. Marien in Olten

Beten prägt und ist Ausdruck der persönlichen und gemeinschaftlichen Gottesbeziehung. Gleichzeitig gibt Beten und Feiern innerhalb der katholischen Kirche auch grosse Freiheit. Diese wollen wir einerseits erleben, andererseits wollen wir auch Möglichkeiten erfahren, die unser Gebet für Reformen und Zukunft der Kirche öffnet – und sei es nur der Widerstand und das Schreien wie es beispielsweise schon bei den PsalmistInnen zu finden ist. Nach bewährter Tagsatzungsmanier wird an der Januartagung 2012 die Methode „sehen – urteilen – handeln“ angewandt. Dabei wollen wir als mündige Christen und Christinnen nicht primär auf ExpertInnen zurückgreifen, sondern unsere Zukunft selber in die Hand nehmen. Weiter

Communique der Nationalequipe der Jonas-Gruppen

Diese Gruppen bestehen aus Frauen und Männern, Vollamtlichen in der Seelsorge, Priestern und Laien, die sich darum kümmern, den Geist des zweiten Vatikanischen Konzils in der Kirche lebendig zu halten.

Verschiedene Ereignisse und Initiativen erschüttern die katholische Kirche in unseren Zeiten. Eigentlich nichts Erstaunliches in dieser Zeit der Umwälzungen aller Ordnungen: der soziokulturellen, wirtschaftlichen, ethischen, politischen, religiösen… In dieser Situation wäre es das Schlimmste, sich mit Blindheit zu verschliessen, die Auseinandersetzung zu meiden und sich zurückzuziehen. Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Weiter

Resignieren? Ganz im Gegenteil

Internetportal der römisch-katholischen Kirche im Kanton Bern, 4. November 2011

Brigitte Durrer wäre nicht die, die sie ist, hätte sie nicht auch noch einen Traum: «Ich träume von einem Tagsatzungskloster, in dem Menschen verschiedenen Alters zeitweise zusammenleben. Es könnte ein Rückzugs- und Aufbruchsort sein, der mit Einsätzen für eine gerechtere Welt, mit theologischen Fragen und neuen Orientierungsmodellen für das Leben Wirkung erzielt.» Auch wenn Reformen im Vatikan auf sich warten lassen – dieses Warten bleibt für Brigitte Durrer eine Inspiration. Weiter

Strategie zur Durchsetzung von Reformen

Hans Küng, Passauer Neue Presse, 29. Oktober 2011

1. Möglichst viele Pfarrer und Diakone mögen sich als Gruppen oder als Einzelne der österreichischen Pfarrerinitiative anschließen.

2. In den Gemeinden mögen sich Reformgruppen von Frauen und Männern bilden, welche die Reformen auf Gemeindeebene vorantreiben.

3. Priesterlose Gemeinden sollen nicht nur Wortgottesdienst halten, sondern auch priesterlose Eucharistiefeiern: Erst nach dem gemeinsam gesprochenen biblischen Abendmahlsbericht die Kommunion austeilen.

4. Die Kirchenspaltungen zwischen den Ortsgemeinden sollen aufgehoben werden (nach Bruchsaler Vorbild).

5. In den diözesanen und nationalen Gremien sollen die Reformen auch deutlich an die Adresse der Bischöfe gerichtet werden.

6. Die Reformvorschläge sollen von den Bischöfen an den Papst weitergereicht werden.

7. Das Internet soll zur Vernetzung der Kommunikation und zu gemeinsamen Aktionen für Reformen genutzt werden. Hier geht es zur Quelle der sieben Punkte.

Den heiligen Geist auch immer wieder wirken zu lassen

Interview mit Carsten Wippermann von Gottfried Bohl, Kipa, 21. Oktober 2011

"Ein Milieu wie die Traditionellen hat ein Verständnis von Kirche als Volkskirche, da sind die Glaubenswahrheiten einfach und fertig vorgegeben. Ein anderes Milieu wie die Expeditiven möchte gar keine fertigen Antworten, sondern möchte sich selbst an der Formulierung, an der Findung dieser Antworten beteiligen. Und es ist schon eine Frage, die wir uns stellen müssen, ob das nicht sehr viel christlicher, katholischer ist, den Heiligen Geist auch immer wieder wirken zu lassen, als den Heiligen Geist einmal in eine fertige Form fest eingegossen immer nur weiter zu tragen". Weiter.

Friedensnobelpreis geht an drei Bürgerrechtlerinnen

Oslo, Kipa, 7. Oktober 2011

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an drei Menschenrechtlerinnen aus Afrika und Arabien. Wie das Nobelpreiskomitee in Oslo am Freitag bekanntgab, teilen sich die mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro (rund 1,3 Millionen Franken) dotierte Auszeichnung die Präsidentin von Liberia, Ellen Johnson Sirleaf, die ebenfalls in Liberia tätige Aktivistin Leymah Gbowee sowie die Bürgerrechtlerin Tawakkul Karman aus Jemen. Weiter.

Ein Jahr Donnerstagsgebet in Basel

Josef Bieger, 15. September 2011

Immer mehr zeigt sich, dass römisch-katholische Christen, die sich jahrelang für ihre Kirche engagiert haben, sich in ihrer Kirche nicht mehr heimisch fühlen. Nicht nur die sexuellen Übergriffe von Priestern und Ordensleuten, sondern auch die grundsätzlich negative Haltung zu einer der Zeit und den Menschen gerecht werdende Kirchenreform lässt viele resignieren oder gar austreten. Zwar gibt es noch „Unverbesserliche“, die an Reformen glauben und auch dafür einstehen. Die Reformbewegung „tagsatzung.ch“ sucht ihnen eine Heimat zu geben. Örtliche Arbeitskreise arbeiten daran, die Reformanliegen zu realisieren oder zumindest im Bewusstsein zu halten. Weiter.

Irischer Bischof stellt Zölibat in Frage

Kipa, Kna, 13. September 2011

Der frühere Bischof von Derry, Edward Kevin Daly (81), hat die Rolle des Zölibats in der katholischen Kirche kritisiert. "Ich frage mich immer häufiger, warum der Zölibat der entscheidende, heilige und unverrückbare Aspekt des Priesteramtes sein soll", schreibt Daly in seinem am Dienstag veröffentlichten Memoirenbuch "A Troubled See: Memoirs of a Derry Bishop". Weiter.

Reformbewegung weitet sich aus

Radio Life Channel, 5. September 2011

Kirchen und Glaube verändern Menschen. Das gibt es schon in der Bibel zum Lesen. Genauso aber sind es Menschen, welche Kirche verändern wollen. So zum Beispiel der katholische Reformverein Tagsatzung. Damit dieser Verein aber noch mehr verändern kann, hat er sich selber verändert. Hier geht's zur Radiosendung.

Brigitte Durrer hat gut Lachen

Generalversammlung der Tagsatzung, Basel, 27. August 2011

Aus der Tagsatzung im Bistum Basel wurde neu die "tagsatzung.ch" - offen für die ganze Schweiz. Neue Aufbrüche sind vorerst fürs Bistum St. Gallen und für Zürich im Entstehen. Auch für das Bistum Basel gibt es künftig eine eigene Arbeitsgruppe, ohne dabei lokale und thematische Arbeitsgruppen, die schon erfolgreich wirken, zu konkurrieren.

 

 

Brigitte Durrer hat gut lachen. Über Jahre war sie mit Engagement und Herzblut Präsidentin des Vereins Tagsatzung im Bistum Basel. Zum Abschied erhielt sie einen Fotoapparat - auf dem Bild erst eine Atrappe! - damit sie künftig ihre kreativen und künstlerischen Seiten wieder vermehrt leben kann. Doch wird sie sich weiterhin innerhalb der tagsatzung.ch für Arbeitsgruppen einsetzen. Vorerst für das Bistum Basel, später vielleicht für das Bistum Chur.

 

 

Adrian Müller (rechts aussen) wurde neu zum Präsidenten des Vereins tagsatzung.ch gewählt. Rolf Haag (links) kommt neu für das Bistum St. Gallen in den Vorstand. Josef Bieger (Mitte) und Michaela Zurfluh (in weiss) wurden mit Applaus in ihren Aufgaben bestätigt. Kathrin Lochbühler wurde ihr unermüdlicher Einsatz für die Geschäftsstelle herzlich verdankt.

Hier kann ein Bericht der Generalversammlung des Vereins "tagsatzung.ch" von Walter Ludin  als PDF heruntergeladen werden.

Nicht nur in Österreich, sondern auch in Kenia werden Priester selbständig

www.allafrica.com, apic, 27. August 2011

Mehr als vierzig katholische Priester haben sich in den vergangenen zwei Jahren der "katholischen ökumenischen Kirche" in Kenia angeschlossen. Diese wurde im Norden des Landes, in Kitale, durch den Priester Geoffroy Shiundu gegründet. Dieser rief seine Kirche 2006 ins Leben, nachdem er exkommuniziert worden war, weil er heiratete. Weiter.

Rebellion in Österreich?

Michael Frank in sueddeutsche.de

Offene Rebellion im Klerus der Alpenrepublik: Hunderte österreichische Priester wollen Papst und Bischöfen den Gehorsam verweigern. Erstmals in so großer Zahl verlangen Geistliche zeitgemäße Antworten auf die Kommunion für Geschiedene, Frauen in Kirchenämtern und das Tabu von Priester mit Frauen und Kindern. Ein Erzbischof droht mit Kirchenausschluss als Antwort auf das Menetekel. Weiter.

Neue Qualität des kirchlichen Protests

Paul M. Zulehner, Wiener Zeitung

Die Auseinandersetzung zwischen dem Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn und der Pfarrer-Initiative mit Helmut Schüller an der Spitze geht sehr tief. Ein Scheitern der Gespräche könnte beide Parteien und damit die österreichische katholische Kirche insgesamt zu Verlierern machen. Weiter.

Ein Kirchenvertreter, der sich für die Rechte von Frauen einsetzt

Bischof Markus Büchel, Tagesanzeiger

Der St. Galler Bischof Markus Büchel möchte, dass auch Frauen Priesterinnen werden können. Progressive Katholiken begrüssen seinen Mut. Weiter.

Der Druck für die Frauenordination ist riesig

Bischof Markus Büchel, Pfarreiforum Bistum St. Gallen

"Was die Frauen in unseren Seelsorgeteams bewirken, ist nach aussen gar nicht fassbar. Schon die Kultur in einem Team ist eine andere, wenn Frauen dabei sind. Ganz wichtig ist, dass heute auch die offiziellen Verkünder der Frohen Botschaft in der Katechese bis auf wenige Ausnahmen Frauen sind. Das ist neu. Ich hätte mir, als ich Erstkommunikant war, nicht vorstellen können, dass der Erstkommunion- oder Beichtunterricht einmal von einer Frau erteilt würde und nicht von einem Priester. Dazu kommt, dass auch in den Räten – Kirchenräte, Verwaltungsräte, Pfarreiräte – heute viel mehr Frauen mittun als früher. Auch im Mesmerberuf, früher ein Männerberuf, gibt es viele Frauen, und dann die Ministrantinnen. Man vergisst sehr schnell, was früher war und wie viel schon geschehen ist." Weiter.

Unauflöslichkeit der Ehe ist kein Dogma

Tageszeitung "Die Presse", Wien, 5. August 2011

Die katholische Kirche soll - nach Prüfung jedes einzelnen Falles - die kirchliche Wiederverheiratung ermöglichen. Dafür hat sich der Wiener Kirchenrechtler Bruno Primetshofer ausgesprochen. In einem Gastkommentar in der Tageszeitung "Die Presse" (Freitag-Ausgabe) betont Primetshofer, dass die Unauflöslichkeit der Ehe kein kirchliches Dogma sei. Er verweist auf die Praxis in der orthodoxen Kirche. Weiter.

ChristInnen gegen Atomkraft und für die Energiewende

Pfingstmanifest, Bern, 12. Juni 2011

Unser christlicher Glaube verpflichtet uns zu Sorgfalt im Umgang mit allen Ressourcen und zur Bewahrung der Schöpfung. Da es bei Energieverbrauch und Klimawandel um die Zukunft der Schöpfung geht, sind wir als Christinnen und Christen aufgerufen, mit Wort und Tat Stellung zu beziehen. Weiter.

Volksinitiativen für Gleichstellungsprozess

Basisdemokratische Vorstösse der Kantonalkirchen beider Basel

Die Behörden der römisch-katholischen Kantonalkirchen in Basel-Stadt und Baselland sollen darauf hinwirken, dass die Kirche die gleichberechtigte Zulassung von Männern und Frauen zum Priesteramt ermöglicht. Dies fordern zwei gleich lautende Volksinitiativen, für die ab Pfingsten Unterschriften gesammelt werden. Weiter.

Wo sind in Zukunft die Orte der Kirche

Zehnter "Katholischer Dialog" - wird von der TS mitgetragen

Luzern, 17.5.11 (Kipa) In der spätmodern-pluralen Gesellschaft wachsen vielfältige Orte von Kirche, angeregt durch die erstaunliche Offenheit für Religiosität in unserer Zeit. Herkömmliche Orte, vor allem pfarrgemeindlicher Art, werden nicht aufgegeben, sondern kritisch mit neuem Leben gefüllt. Wichtig sind Strukturen der Einbettung, der persönlichen Begegnung und der kritischen "Verortung" des Lebens und Glaubens. In diese Richtung deutete der zehnte "katholische Dialog", den das Forum für offene Katholizität (FOK) am 16. Mai in Verbindung mit dem Verein "Tagsatzung im Bistum Basel" sowie mit dem Romero-Haus Luzern durchführte. Weiter. Die Thesen von Leo Karrer und Stephanie Klein können hier heruntergeladen werden.

Heiligsprechung des Märtyrers Oscar Romero

Eine ökumenische Initiative zum 1. Mai 2011

Liebe Schwestern und Brüder in der Ökumene, mit diesem Aufruf bitten wir Euch, am 1. Mai 2011 der Heiligsprechung des Märtyrers San Oscar Romero durch die Armen Lateinamerikas und durch Freundinnen und Freunde Jesu auf dem ganzen Erdkreis zu gedenken. Dieses Gedenken soll uns Ermutigung auf dem Weg des Evangeliums sein und zugleich als Umkehrruf in den Kirchen der Reichen gehört werden. Weiter.

 

Weckruf für Freiheit in der Kirche

Herbert Haag-Preis an Walter Kirchschläger und an die "verborgene Kirche"

Anhaltende Ovationen für die "verborgene Kirche", die in der kommunistischen Tschechoslowakei ein prophetisches Modell christlicher Gemeinschaft lebte, nach der Wende aber vom Vatikan zum Schweigen gebracht wurde. Die Preisverleihung am Samstag in Wien war ein historischer Augenblick. Weiter. Texte zur Preisverleihung.

Den jetzt begonnen Dialog in der Breite weiterführen

Wir sind Kirche, Pressemitteilung vom 6. März 2011

Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche ruft alle Pfarrgemeinderäte, Kirchengemeinden, kirchlichen Bildungswerke, Berufsverbände sowie kirchlichen Gremien und Initiativen dazu auf, über das Memorandum „Kirche
2011: Ein notwendiger Aufbruch“ intensiv zu diskutieren, wie dies schon vielerorts geschieht. „Das Memorandum der Theologieprofessoren und -professorinnen hat eine Debatte eröffnet, wie ihn die von den Bischöfen im Herbst 2010 angekündigte, aber immer noch nicht umgesetzte Dialoginitiative wohl kaum besser hätte anstoßen können“, erklärt Christian Weisner vom Bundesteam der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche. Weiter.

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Von Ägypten lernen

Gedanken von Josef Bieger-Hänggi, Vorstandsmitglied der Tagsatzung

Es rumort im Bistum Chur und nicht nur dort. Die Herren Huonder und Grichting sind ja nur die Verkörperung des in der römisch-katholischen Kirche bestehenden Reformstaus, oder besser der gegenwärtigen Rückwärtsbewegung in eine vermeintlich heile Welt.

Vielleicht könnten da die Betroffenen von Ägypten lernen: Zelte in Chur, Zelte auf dem Petersplatz in Rom und darum herum friedliche, unverdrossene Menschen mit einer nicht zu unterschätzenden Ausdauer. Welch schönes Bild einer lebendigen Kirche. Die Sprechchöre und Transparente: „Auftreten statt Austreten“. .“ Schluss mit absolutistischen Hofzeremoniell.“ „Regional statt Zentral.“ „Ehesakrament auch für Priester“. „Frauen zu Priesterinnen berufen“„Anerkennung der Schwesterkirchen.“ „Geschwisterliche Auseinandersetzungen.“ Und hinter einer Säule der Kolonnaden eine ältere Frau mit einem kaum A4 grossen Täfelchen: „Josef, (Ratzinger) vergiss dein erstes Buch nicht über die Zukunft der Kirche.“ Und wenn sich dann nach einigen Tagen die Schweizergarde mit den Protestierenden verbrüdern wird, und aus ihrem Wachlokal Suppe und Brot herbeischafft, dann ist ein Anfang gemacht für eine Kirche, die den Menschen dient.

Reform muss neue Wege gehen

Herbert Kohlmaier, 16. Februar 2011

Ist die Kirche wirklich unreformierbar? Die Umwälzungen in der arabischen Welt haben es wieder gezeigt: unterdrücken autoritäre Systeme die Entfaltung fortschrittlicher  Kräfte, bricht aufgestauter Widerstand irgendwann aus. Dieser Erkenntnis verschließt sich in der zivilisierten Welt nur der vom Papst repräsentierte Vatikan. Es entspricht dies seinem Selbstverständnis als göttliche und mit Vollkommenheit ausgestattete Einrichtung. Würden Veränderungen akzeptiert, gäbe man Fehler zu, die aufgrund von Heiligkeit gar nicht möglich wären. Weiter.

Der Kirchenreform Schwung geben

Eine Einladung zum Mitunterzeichnen von Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch

Hoffentlich hegen Sie noch die Hoffnung, dass die Christinnen und Christen die katholische Kirche verändern können. Über 200 katholische Theologieprofessorinnen und -professoren geben dieser Hoffnung Ausdruck mit dem Aufruf »Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch«. Die sechs Forderungen lesen Sie unten im Wortlaut. Sie weisen einen Weg in die Zukunft, heraus aus der tiefen Kirchenkrise. Weiter.

Aufbruch wagen, bevor die Institution explodiert

Interview mit Wolfgang Langer, emeritierter Professor für Religionspädagogik, Wien

Die Katholische Kirche drifte immer weiter an den Rand des Abgrunds. Das sagt Wolfgang Langer, emeritierter Professor für Religionspädagogik an der Universität Wien. Er unterzeichnete, wie

mehr als 200 Theologieprofessoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auch, das Memorandum "Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch". In dem vergangene Woche veröffentlichten

Memorandum wird ein intensiver Reformkurs in der katholischen Kirche gefordert. Religion.ORF.at hat mit Wolfgang Langer gesprochen. Weiter.

Pastorale Arbeitsmigration

Artikel von Fabian Berz, Personalverantwortlicher des Bistum Basel, in Diakonia

Um die Personallücken zu schließen, beschäftigen viele Diözesen Priester aus anderen Ländern. Für ihre gelungene Integration sind Migrationsmotive wie Herkunftskultur wesentlich. In der Schweiz sind im pastoralen Dienst auch viele deutsche LaientheologInnen tätig. Beide Gruppen brauchen spezielle Einführung bzw. Begleitung. Ein Bericht aus dem Bistum Basel. Weiter.

Ein notwendiger Aufbruch

ThelogieprofessorInnen fordern tiefgreifende Reformen

Gut ein Jahr ist vergangen, seit am Berliner Canisius-Kolleg Fälle von sexuellem Missbrauch an

Kindern und Jugendlichen durch Priester und Ordensleute öffentlich gemacht wurden. Es folgte

ein Jahr, das die katholische Kirche in Deutschland in eine beispiellose Krise gestürzt hat. Das

Bild, das sich heute zeigt, ist zwiespältig: Vieles ist begonnen worden, um den Opfern gerecht zu

werden, Unrecht aufzuarbeiten und den Ursachen von Missbrauch, Verschweigen und

Doppelmoral in den eigenen Reihen auf die Spur zu kommen. Bei vielen verantwortlichen

Christinnen und Christen mit und ohne Amt ist nach anfänglichem Entsetzen die Einsicht

gewachsen, dass tief greifende Reformen notwendig sind. Der Aufruf zu einem offenen Dialog

über Macht- und Kommunikationsstrukturen, über die Gestalt des kirchlichen Amtes und die

Beteiligung der Gläubigen an der Verantwortung, über Moral und Sexualität hat Erwartungen,

aber auch Befürchtungen geweckt: Wird die vielleicht letzte Chance zu einem Aufbruch aus

Lähmung und Resignation durch Aussitzen oder Kleinreden der Krise verspielt? Die Unruhe

eines offenen Dialogs ohne Tabus ist nicht allen geheuer, schon gar nicht wenn ein Papstbesuch

bevorsteht. Aber die Alternative: Grabesruhe, weil die letzten Hoffnungen zunichte gemacht

wurden, kann es erst recht nicht sein. Weiter. Hier kann man mitunterzeichnen.

Notsituation führt zur Freundschaft

Januartagung 2011 des Vereins Tagsatzung im Bistum Basel

Chancen und Probleme von Pastoralassistenten, Diakonen und Priestern aus anderen Kulturkreisen: Dies war das Thema der Tagung des Vereins Tagsatzung im Bistum Basel am Samstag in Luzern. Dabei zeigte sich eine Baustelle, die schweizerische Bistümer künftig intensiv beschäftigen wird. An der Tagung "Pastorale Gastarbeiter und Gastarbeiterinnen" nahmen vorab Kirchgemeindepräsidenten, Seelsorgende sowie Vertreter von Fachstellen teil. Weiter.

 

Papst Johannes Paul II., ein widersprüchlicher Papst

Plattform wir sind Kirche Austria

Mit Papst Johannes Paul II., wird eine sehr widersprüchliche Persönlichkeit zu den „Ehren der Altäre“ erhoben. Mit ihm war ein Mann mehr als 26 Jahre an der Spitze der römisch katholischen Kirche, der große Gesten setze, die modernen Kommunikationsmittel nutze und in der Weltpolitik mitmischte. Er hat aber auch die konservative Wende nach dem Konzil zu verantworten. Weiter.

Von der Hand in den Mund

Herbert Kohlmaier zur Anweisung über die Mundkommunion

Mit der Anweisung, dass bei der päpstlichen Liturgie die bevorzugt kniend empfangene Mundkommunion verpflichtend sei, will Benedict die besondere Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten und der Realpräsenz Jesu auf würdevolle Weise zum Ausdruck bringen. Weiter.

Aspekte von Bischofsernennungen

Aus einer Tagung vom 27. November in Wien

Peter Pawlowsky leitete die Tagung "Zentralistische Bischofsernennungen - theologisch unhaltbare Willkür?". Die Tagsatzung gibt hier einige Vorträge wieder, die auch für SchweizerInnen interessant sein können: Walter Kirchschläger - Erwählung und Dienst des Bischofs aus biblischer Sicht; Gerhard Hartmann - am Anfang stand die Wahl, nun ernennt der Papst - historische Anmerkungen einer (Fehl-)Entwicklung der Bischofsbestellung; Peter Hurka und Martha Heizer - die Macht der Bischöfe ist die Geduld des Volkes. Bericht über das Konzept "Diözesankonklave der Plattform Wir sind Kirche. Hermann Kohlmaier - "Der Welt abhanden gekommen", Wahn und Scheitern eines autoritären Systems.

Impressionen vom Zöfrafest

Zehn Jahre Verein Zölibatsbetroffener Frauen

Die Rede von Gabriella Loser Friedli kann hier als PDF heruntergeladen werden. Weitere Informationen können hier eingesehen werden.

 

 

 

Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche

Preisverleihung am Samstag, 2. April 2011, in Wien

Der Vorstand des Vereins Tagsatzung freut sich, dass im 2011 auch ihr Mitstreiter und Vereinsmitglied Walter Kirchschläger geehrt wird. "Die Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche würdigt mit dem Preis die Offenheit und Weite, in der er heisse Eisen der Kirche anpackt und im Blick zurück auf die Bibel kritische Anfragen an die gegenwärtige Praxis kirchlicher Ämter stellt und Perspektiven für die Zukunft der Kirche entfaltet. Seine Feststellung, dass „die neutestamentliche Zeit im Kontext der christlichen Verkündigung keine ‚Priester’ kennt“ und dass „Dienste nicht aufgrund des Kriteriums von Geschlecht und Lebensstand übertragen werden“, hat zur Konsequenz, dass die heutige Doktrin der kirchlichen Ämter nicht nur wegen des akuten Priestermangels, sondern aus „Sorge um theologische Gerechtigkeit“ in Frage zu stellen ist." Weiter.

Über die Fackel der Erneuerung.

Vortrag von Hermann Häring, 16. Oktober 2010

Die Winde stehen nicht gut für eine erneuerte Kirche. 45 Jahre haben wir von ihr geredet, auf ihre Erneuerung gehofft und uns immer wieder vertrösten lassen: Der Umschwung komme mit dem nächsten Papst, dem nächsten Bischof, mit einer verjüngten Kurie in Rom, Utrecht oder sonst wo. Als ich 1980 in die Niederlande kam, berichtete mir ein Kollege vom „Winter“, der in die Kirche dieses Landes eingebrochen sei. Vor kurzem hörte ich dasselbe Wort von einem Kollegen aus den Vereinigten Staaten. Er meinte nicht die Kirche der Niederlande, sondern die Weltkirche. Die Amtszeit des gegenwärtigen Papstes begann mit dem programmatischen Schreckensruf: „Diktatur des Relativismus“. Er stand damit in einer römischen Kontinuität. Schon 150 Jahre ist Rom von der Angst getrieben, eine Erneuerung könne nur im Chaos enden. Diese Angst hat auf dem 2. Vatikanum für viele Konflikte und manchen schlechten Kompromiss in den Dokumenten gesorgt. Sie steigerte sich in den kommenden Jahren, als die verschiedenen Länder ihre Erwartungen anmeldeten. Die Bischofsernennungen der 70er und 80er Jahre leiteten schließlich in allen Ländern eine definitive Wende ein. Zurück zur alten Lehre, hieß die Devise; konkret meinte man: zurück zur alten Ordnung und zu den alten autoritären Verhältnissen, in denen Wenige wieder vorschrieben, was für alle gut und böse sei. Weiter.

2011: Pastorale Gastarbeiter und Gastarbeiterinnen

RomeroHaus, 22. Januar, 9:30-15:30

Eingeladen sind alle Interessierten und insbesondere SeelsorgerInnen und Seelsorger, einheimische und solche mit Migrationshintergrund, Mitarbeitende und Mitglieder von kirchengemeindlichen, pfarreilichen oder kantonalen Organen. Weiter. Plakat.

Unsere Hoffnung im Gespräch

Artikel in Christ in der Gegenwart

Was folgt aus der tiefen Vertrauenskrise der katholischen Kirche? Thomas Assheuer befürchtet in der „Zeit" (16. September) eine römische Verfestigung des Antimodernismus. Zwar hat Papst Benedikt XVI. betont, dass die jüngsten Skandale - insbesondere der sexuelle Missbrauch von Kindern durch Priester - aus der Kirche selbst kommen. Dennoch sehe er die geistesgeschichtlichen Ursachen in einer zu starken Anpassung an den Zeitgeist, an die säkulare Gesellschaft, ihren Liberalismus und moralischen Verfall, ihre gottlose Verkommenheit. „Die Zeichen stehen erneut auf Rückzug vom ‚Geschwätz' der heillosen Welt", vermutet Assheuer und nennt als Beleg viele Entscheidungen des Vatikans, die ausschließlich den beharrenden, traditionalistischen Kräften entgegenkommen, während die seit Jahrzehnten vom Kirchenvolk angemahnten Reformbestrebungen anhaltend ignoriert und blockiert werden. „All dies spricht für eine Strategie der machtgeschützten Weltverneinung, für den Exodus aus dem ‚Ägypten' der Moderne, der Epoche von ‚Verirrung und Verwirrung'." Weiter.

Die Westschweiz erwacht

Eine Initiative zur Ordination verheirateter Männer

Leider gehen bei dieser Initiative die Frauen noch leer aus. Doch scheint es vorerst ein Schritt in die richtige Richtung zu sein. Weiter.

Betonköpfe aufwecken

Weilburger Nachrichten, 13. September 2010

Der Artikel und die Fotostrecke zur Feier von 15 Jahre Wir sind Kirche können hier heruntergeladen werden.

15 Jahre Wir sind Kirche

Reformbewegungen haben Tradition in der katholischen Kirche

Mit einer Schiffstour auf dem Rhein feierte die katholische Reformbewegung Wir sind Kirche am Sonntag, 12. September 2010, ihr 15-jähriges Bestehen in Deutschland. Unter dem Motto „Gegen den Strom von Rom“ nahmen mehr als 150 Menschen bei sonnigem Wetter an der abwechslungsreichen Fahrt von Bingen über die Bischofsstadt Mainz nach Mannheim teil, wo im Jahr 2012 der nächste Katholikentag stattfinden wird. Weiter.

Wieso ein Donnerstagsgebet

Einige Gedanken vom Arbeitskreis Basel

Immer mehr Menschen sind davon überzeugt, dass nur eine grundsätzliche Wandlung in die Zukunft führen kann. Viele sind verletzt, oder empört wegen des Ausbleibens mutiger Schritte in die Zukunft. Solche Schritte können nicht nur gefordert, geplant und erstritten werden: Sie müssen auch er-betet werden. Deshalb laden wir alle, die dieses Anliegen teilen zu einem Gebet für eine Reform der katholischen Kirche ein. Weiter.

Donnerstagsgebet

Zeitnahe Gebete, Lieder und Texte, und Zeit zu stillem Gebet

Der Arbeitskreis Donerstagsgebet Region Basel lädt am 2. September, 7. Oktober, 4. November und 2. Dezember 2010 um 18:00 Uhr in der Kapelle des kath. Studentenhauses, Herbergsgasse 7 in Basel, zum Donnerstagsgebet ein. Weiter.

Manifest zur Bischofswahl

"Wer allen vorsteht, soll auch von allen gewählt werden." (Papst Leo I. +461)

Das Bistum Basel braucht einen neuen Bischof. Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass das Domkapitel die leitenden und beratenden Gremien und Institutionen unseres Bistums einlädt, sich an der Suche nach einem geeigneten Nachfolger von Bischof Kurt Koch zu beteiligen. Wir verstehen die Bischofswahl auch als Chance für ein erneuertes kirchliches Leben im ganzen Bistum, indem wir unsere Sicht des Zustands der Diözese einbringen und einen Weg der spirituell-theologischen Besinnung gehen. Weiter.

Professionelle Bischofswahl

Glosse von Josef Bieger-Hänggi

Gesucht wird, da sind sich alle einig, die geeignetste Person für die Leitung eines schwierigen, vielfältigen Bistums. Jede Organisation, jede Unternehmung, auch da findet man Zustimmung, wird die ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen sorgfältig prüfen. Wer kennt die Ziele und die Geschichte der Organisation? Wer hat die nötige Führungserfahrung? Wer hat die nötige spirituelle Tiefe und das nötige diplomatische Geschick? Wer garantiert eine blühende Zukunft? Etwas weniger bekannt, aber trotzdem Tatsache ist, dass zahlreiche religiöse Gemeinschaften über Personen verfügen, die allen diesen Anforderungen gerecht werden. Es ist ein Glücksfall, über ein solches Reservoir zu verfügen. Und jede Firma, die auf mehr als die Hälfte solcher Kandidaten verzichten würde, wird für unprofessionell gehalten und kann langfristig nicht bestehen. Aber genau dies tut die römisch-katholische Kirche, wenn sie alle Frauen von diesem Amte ausschliesst. Frauen können zwar Orden mit Hunderten von Mitgliedern, mit Zweigstellen auf der ganzen Welt leiten. Ja, es gibt Frauen, die sich durchaus berufen fühlen, als Bischöfinnen der Kirche zu dienen. Nur eben, die Ordnung ihrer Kirche verbietet das, und missachtet damit die Regeln einer professionellen Personalrekrutierung. Wie lange noch kann es sich die Kirche noch leisten, auf diese wertvolle Quelle, die Frauen zu verzichten? Ich jedenfalls plädiere, auch auf die Gefahr hin, als Fantast abgetan zu werden, für eine Frau auf dem Sitz des Bischofs von Basel. Und wenn es noch hundert Jahre dauert: Es muss jetzt gesagt sein.

Cartoons von der Tagsatzung

G. Müller hat während der Tagsatzung 2010 gezeichnet

Eine Auswahl von Cartoons, die in Steinhausen entstanden sind, können nun als PDF eingesehen werden. Es sind drei Serien: Allgemein - Archeinnenleben - Archeaussenleben.

Verabschiedungen

GV vom 6. Juni 2010

Anlässlich der GV sind vier Vorstandsmitglieder zurückgetreten um neuen Kräften Platz zu machen. Für jede von ihnen wurde eine Laudatio gehalten. Hier können diese als PDF heruntergeladen werden. Hier Überlegungen der scheidenden Vorstandsmitglieder zum Verein Tagsatzung.

Postulate, Thesen und Projekte

Aus den Workshops der Tagsatzung 2010 in Steinhausen

Diese können hier als PDF heruntergeladen werden.

Sexuelle Ausbeutung verhindern

Fünfter "Katholischer Dialog" im RomeroHaus Luzern

Ein Bericht von Paul Jeannerat kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Tagsatzung 2010 in Steinhausen

Steinhausen, 13. bis 15. Mai 2010

Lange wurde geplant und vorbereitet. "Sinntflut - ab in die Arche?!" war das Thema. Die dreitägige Tagung fand in der Arche von Steinhausen statt. "Mit dem Wunsch nach einer ganz offenen Arche", eröffnete Brigitte Durrer, Präsidentin des Vereins Tagsatzung im Bistum Basel, die dreitägige Tagung.

 

 

"Wir haben gerade das richtige Wetter für eine solche Tagung", meinte Josef Bieger mit einem Lachen. Gehen wir in die Arche. Laufend neue Berichte und Fotos finden sich hier. Die Berichterstattung über die Tagsatzung wird in den nächsten Wochen laufend ergänzt.

Katholische Kirche Luzern unterstützt Appell der Tagsatzung

Leitungsgremien der Katholischen Kirche Luzern, 21. April 2010

Kirchenrat und erweitertes Pastoralraumteam unterstützen den Appell des Vereins Tagsatzung im Bistum Basel an die Bischöfe zum Thema der sexuellen Übergriffe.  Weiter.

Hoffen auf ein neues Pfingsten - gerade jetzt!

Pfingstbrief 2010 von "Wir sind Kirche"

Notwendige Reformen in der Kirche - gerade jetzt! Hier kann der Brief als PDF heruntergeladen werden.

Das Schweigen ist gebrochen

Pfarrblatt Bern, 23. April 2010

Sexuelle Ausbeutung, Misshandlung, Verletzungen der Seele - in der römisch-katholischen Kirche wurden fundamentale Menschenrechte mit den Füssen getreten. Die Verantwortlichen haben lange Zeit geschwiegen, vertuscht und geleugnet. Wie kam es zu diesen eklatanten Verletzungen der Menschenwürde?  Weiter.

Fünfjahre Benedikt 16.

Offener Brief von Hans Küng, Süddeutsche Zeitung, 15. April 2010

Joseph Ratzinger, jetzt Benedikt XVI., und ich waren 1962-1965 die beiden jüngsten Konzilstheologen. Jetzt sind wir die beiden ältesten und einzigen noch voll aktiven. Mein theologisches Schaffen verstand ich stets auch als Dienst an der Kirche. Deshalb wende ich mich am 5. Jahrestag der Amtseinsetzung von Papst Benedikt in einem Offenen Brief an Sie, in Sorge um diese unsere Kirche, die in der tiefsten Vertrauenskrise seit der Reformation steckt. Eine andere Möglichkeit, an Sie zu gelangen, habe ich nicht Weiter.

Appell an die Bischöfe

Verein Tagsatzung im Bistum Basel, 12. April 2010

Opfer sexueller Übergriffe von Klerikern klagen die katholische Kirche an. Täter verbargen sich allzu lange unter dem Mantel eines unheimlichen Schweigens. Kirchenleitungen tun sich schwer im Umgang mit Verletzungen und Schuld.  Weiter.

Interview mit Brigitte Durrer

Ein Gespräch mit der Präsidentin des Vereins Tagsatzung, 25. März 2010

Die nächste Tagsatzung im Bistum Basel steht unter dem recht sperrigen Titel: Sin(n)tflut - ab in die Arche!? Menschen-, Welt- und Gottesbilder im Streit. Dazu ein Gespräch mit Brigitte Durrer, Präsidentin der Tagsatzung.  Weiter.

 

Einladung zur 4. Tagsatzung im Bistum Basel

Veranstaltungshinweis des Vereins, 20. Februar 2010

„Sin(n)tflut – ab in die Arche !? Menschen-, Welt- und Gottesbilder im Streit“: Unter diesem Titel findet in Steinhausen ZG die vierte Tagsatzung im Bistum Basel statt (13. Mai/Christi Himmelfahrt bis 15. Mai 2010). Eingeladen sind alle Interessierten, auch aus andern Bistümern. Weiter.

Weil es um den Menschen geht

Empfehlenswertes Buch von Leo Karrer, 16. Februar 2010

Walter Ludin schreibt: Leo Karrer, der „Vater“ der Tagsatzungsidee und einer der profiliertesten und mutigsten Pastoraltheologen im deutschen Sprachraum, zeigt in seinem neuesten Buch, dass die Kirche „nicht nur Ort der Probleme, sondern auch der Problemlösungen“ ist. Weiter.

 

 

Leo Karrer anlässlich der Vorstellung seines neuen Buches in der Kanisius-Buchhandlung Freiburg.

Der Glaubenssinn der Getauften

Dritter "Katholischer Dialog" im Romerohaus Luzern, 9. Februar 2010

Die Kirche ist eine Lerngemeinschaft. Ihr Glaubenssinn entfaltet sich im gegenseitigen Hören. Dabei nehmen Laien teil am prophetischen Amt Christi und haben eine eigene Autorität in der Überlieferung des Glaubens. Das ist das Fazit der dritten Veranstaltung in der Reihe "Katholische Dialoge", die unter anderen auch vom Verein Tagsatzung im Bistum Basel verantwortet werden. Hier gibt es weitere Informationen.

 

 

Der Berichterstatter Paul Jeannerat im Gespräch mit der Referentin Eva Südbeck-Baur. Der Moderator Erwin Koller ist in die Vorbereitungen vertieft.

Evangelien stellen Jesus kaum in priesterliche Zusammenhänge

Januartagung der Tagsatzung, 23. Januar 2010

Im Jahr des Priesters geht leicht vergessen, dass alle Getauften am "allgemeinen Priestertum" Anteil haben. Die Tagsatzung im Bistum Basel wollte diese vielfach verdrängte Dimension des Glaubens an einer Tagung in Erinnerung rufen. Hier gibt es weitere Informationen.

Das Kirchenvolk ist irritiert und verletzt

Pessemitteilung München, 22. Januar 2010

Zur Bekanntgabe der Aufhebung der Exkommunikation der Bischöfe der Piusbruderschaft vor einem Jahr am 24. Januar 2009. Hier gibt es Informationen.

Der Glaubenssinn der Getauften

Katholische Dialoge (3), 8. Februar 2010, 14:00 bis 19:30 Uhr

Was mutet die Lehre vom "Sensus fidelium" den Laien und der Hierarchie zu? Ausschreibung.

Präsident der Schweizer Bischofkonferenz über verheiratete Priester

NZZ Online, am Sonntag, 29. November

Norbert Brunner, Bischof von Sitten sagt im Interview: "Ich halte es für möglich, den Pflichtzölibat für Priester abzuschaffen. Denn es gibt keine Wesens-Verbindung zwischen dem Zölibat und dem Priestertum. Als eine mögliche Lebensform für Priester muss der Zölibat zwar bestehen bleiben – als ein besonders starkes Zeichen der Nachfolge Christi. In der Geschichte der Kirche wurde der Zölibat von Beginn weg als die privilegierte Form des priesterlichen Seins betrachtet. Daneben sollte es aber auch die Möglichkeit geben, verheiratete Männer zu Priestern zu weihen." Weiter.

Des Menschen Leid - Abschied von Gottes Allmacht?

Romerohaus, Luzern, 23. November 2009

Die Rede von Gott wandelt sich. Herkömmliche Vorstellungen eines "allmächtigen Gottes" laufen ins Leere. Sie reiben sich an den masslosen Erfahrungen des Leidens ... Weiter.

2010: Allgemeines Priestertum

St. Anton, Luzern, 23. Januar, 09:30 - 14:00 Uhr

Walter Kirchschläger wird das Wortfeld Priester/Priestertum im NT genauer untersuchen und die Resultate auf die Rede vom allgemeinen Priestertum anwenden. Weiter.

Das II. Vaticanum: Eine Frage des Stils

Aus: John W. o'Malley, "Vatican II: A Matter of Style

Der Artikel, der 2003 in der Zeitschrift "President's Letter" erschienen ist, kann hier in Deutsch als PDF heruntergeladen werden.

Dichterische Sprache eröffnet neue Zugänge

Montagstreffen der Tagsatzung und des Forums für offene Katholizität

Im Romerohaus in Luzern fand der erste Anlass statt. Am 23. November 2009, 8. Februar, 22. März und 31. Mai 2010 folgen weitere. Alois Odermatt hat einen Bericht verfasst, der hier heruntergeladen werden kann.

Wir sind Kirche-Herbst-Info

Kirchenaustrittswelle - nur wegen Kirchensteuer?

Das neue 4-seitige Herbst-Info von Wir sind Kirche in Deutschland ist hier abrufbar.

Petition Vaticanum II

Erklärung zur abschliessenden Mitteilung der Glaubenskongretation

Am 14. August liess die Glaubenskongregation über die Apostolische Nuntiatur in Deutschland den InitiatorInnen der Petition eine kurze Erklärung zukommen. Diese sowie die Feststellungen der InitiatorInnen können hier eingesehen werden.

Katholische Dialoge

Ohne Wandel im Gottesbild keine Kirchenreform

Wie sollen zukunftsgerichtete Weisungen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) in Theologie, kirchlicher Verfassung und Seelsorge aufgenommen und umgesetzt werden? Über diese Frage laufen erregte Debatten. Das Forum für offene Katholizität (FOK) möchte dazu einen Beitrag leisten. Es veranstaltet darum eine Reihe von fünf Montags-Treffen unter dem Titel «Katholische Dialoge», in Verbindung mit dem Verein Tagsatzung im Bistum Basel und mit dem RomeroHaus Luzern. Weiter

Offene Fragen - ihre Antworten sind gefragt!

Erste Vorboten der Tagsatzung 2010

Die Website www.offenfragen.ch ist entstanden im Hinblick auf die Tagsatzung vom 13. bis zum 15. Mai 2010 in Steinhausen. Auch sie, liebeR BesucherIn dieser Website können sich an diesem Suchprozess beteiligen. Im Rahmen der Zugermesse 2009 werden zusätzlich BesucherInnen durch eine Videoinstallation animiert, Fragen nach dem Menschsein, nach dem Leben in dieser Welt und nach Gott zu beantworten.

Es fehlt bei der Mediation

Wie die Zürcher Kirche mit Konflikten umgeht

Vor allem beim Thema Supervision und Mediation, so Kopp, sei die katholische Kirche im Rückstand. Gerade hier könnte sie der Gesellschaft modellhaft zeigen, dass man auch anders - offensiv und mit einem hohen Mass an Offenheit - mit Konflikten umgehen könne. Weiter

Rolle rückwärts mit Benedikt

Eine Buchrezension von Walter Ludin

Norbert Sommer, Thomas Seiterich (Hg.): Rolle rückwärts mit Benedikt. Wie ein Papst die Zukunft der Kirche verbaut. Publik-Forum Verlag 2009. ISBN-13: 978-3-88095-189-1. 222 S., ca. Fr. 29.80. Weiter Ein längerer Buchbericht kann hier heruntergeladen werden.

Konzilspedition mit 54104 Unterschriften

Menschen aller Kontinente haben die Pedition unterschrieben

Die vatikanische Glaubenskongregation ist nicht bereit, Petition und Unterschriften entgegenzunehmen und hierüber mit den InitiatorInnen der Petition ins Gespräch zu kommen. Weiter

Wohin der Papst die Kirche führt

Eine abwechslungsreiche Ferienlektüre von Hermann Häring

"Der Eklat vom Januar, wenige Tage vor dem Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar), hat eine unerwartete Wirkung. In Deutschland, Österreich und in der Schweiz formiert sich eine Gruppe von kritisch engagierten Katholikinnen und Katholiken neu. Seitdem spielt sie im Konflikt eine wichtige, wenn nicht gar die entscheidende Rolle."  Weiter - Rezension - Buchbericht

Priestermangel als Chance

Wir sind Kirche, Juli 2009

Der Priestermangel ist eine Chance für neue pastorale Entwicklungen und Gemeindeformen, die sich am Massstab der Botschaft Jesu orientieren. Weiter

Generalversammlung des Vereins

Olten, 13. Juni 2009

Die 5. Generalversammlung des Vereins Tagsatzung im Bistum Basel fand im Pfarreizentrum St. Marien statt.

 

 

Im Thematischen Teil sprach Felix Senn, Studienleiter des Theologiekurses Zürich, zu "Das Zweite Vatikanische Konzil im Widerstreit. Zur Interpretation des Konzilsereignisses und der Konzilstexte.

 

 

Grossen Anklang fanden in der Öffentlichkeit die Stellungnahmen zu den Bussfeiern und zu den Piusbrüdern, stellte Brigitte Durrer, Präsidentin des Vereins, fest. Diese Stellungnahmen werden vom Vorstand und von Fachleuten erarbeitet, dann jedoch vom Vorstand veröffentlicht und verantwortet. Beide fanden sie eine grosse Resonanz.

 

Die Vorbereitung der Tagsatzung 2010 sei voll im Gang und namhafte Referenten konnten gefunden werden, betonte die Vereinspräsidentin. Die Zusammenarbeit mit der Pfarrei und dem Dekanat Kanton Zug konnte in der Vorbereitung dank Ruedi Odermatt, Gemeindeleiter von Steinhausen, und Andreas Wissmiller, Co-Dekanatsleiter von Zug und Mitarbeiter in der Pfarrei Steinhausen, gefördert werden.

 

An der Tagsatzung selber sei einE VertreterIn der Bistumsleitung zu erwarten, betonte die Präsidentin erfreut. Hinzu komme erstmals ein Angebot für Erwachsene zwischen 25 und 40 Jahren, das schon an der Zugermesse starten soll und dann während der Tagsatzung 2010 einen weiteren Höhepunkt finden wird.

 

 

Michaela Zurfluh Merkle und Roman Ambühl orientierten über das Projekt "Offene Fragen", für Erwachsene zwischen 25 und 40. Auf Nachfrage erklärten sie, dass die Jugendlichen bewusst nicht direkt angesprochen werden, damit man die andere Zielgruppe pointierter ansprechen kann.

 

 

"Ich erlebe die Kirche in der Schweiz offener, als die Kirche in Deutschland. Aber sie kann sich auch noch weiterentwickeln und ich freue mich dabei mitarbeiten zu dürfen", meinte Kathrin Lochbühler, die neue Geschäftsleiterin des Vereins. Der bisherigen Geschäftleiterin Vreni Moser wurde herzlich für Ihre tolle Arbeit gedankt.

 

 

Neu im Vorstand ist neben Michaela Zurfluh Merkle Josef Bieger. Der ehemalige Pfarrblattredaktor und Industriepfarrer meinte: "Die Narrenfreiheit des Pensionierten will ich gezielt einsetzen".

 

 

„Die Piusbürder haben Recht: Das Konzil ist ein Bruch“ stellt Felix Senn, Studienleiter des Theologiekurses Zürich, fest. Doch gingen die Piusbrüder nicht mit der Tradition der Kirche, sondern nur mit der engeren enggeführten „Tradition“ der Kirche in der Neuzeit, betont Felix Senn. Und auch Papst Benedikt und Bischof Kurt hätten Recht: „Das jüngste Konzil steht in Kontinuität mit der gesunden Tradition der Kirche – aber der Kirche im Ganzen.“ Dies waren die Schlussfolgerungen des Studienleiters des Theologiekurses Zürich anlässlich seines lebendig gehaltenen Referates an der Generalversammlung des Vereins Tagsatzung im Bistum Basel. Weiter

Tagsatzung sammelt 6000 Unterschriften

Luzern, 12. Juni 2009

In der Folge des Skandals um Bischof Williams haben Reformkatholiken eine Petition an den Papst lanciert. Der Verein Tagsatzung im Bistum Basel war in der Schweiz für deren Betreuung zuständig und publiziert nun deren Ergebnisse. Weiter

Rabbinerseminar ehrt Hans Küng

Berlin, 18. Juni 2009

Dissident als Brückenbauer: Rabbinerseminar ehrt Hans Küng mit dem Abraham-Geiger-Preis. Weiter

Schulreise des Vorstandes

Zum Abschied von Vreni Moser

Viele Jahre hat Vreni Moser engagiert das Sekretariat der Tagsatzung geführt. Vom Vorstand des Vereins wird sie deshalb in grossen Ehren gehalten.

 

 

Darum wurde ihr zum Abschied eine "Schulreise" geschenkt - und auf dem Foto die Gefeierte in die Mitte genommen.

 

 

Sie wusste stets was sie wollte und fand gute Wege in die Zukunft. Darum ein herzlicher Dank an sie - wie auch an ihren Mann, der die Finanzen des Vereins gut im Griff hatte.

Der Stellenwert des Zweiten Vatikanischen Konzils in der Positionsbestimmung von heute

Wolfgang Beinert in "Vatikan und Pius-Brüder"

Am 24. Januar 2009 verkündete Papst Benedikt XVI. die drei Tage zuvor erfolgte Aufhebung der über vier schismatische Bischöfe aus der Pius-Bruderschaft verhängten kanonischen Strafe der Exkommunikation. Das Datum ist bedeutsam: Es ist der Vorabend der 50. Wiederkehr der überraschenden Ausrufung des Zweiten Vatikanischen Konzils durch seinen vierten Vorgänger, Papst Johannes XXXIII. Weiter

Wie kommen Menschenrechte in die Kirche

Abschluss der Vortragsreiche "Church Management"

Luzern, 9.5.09 (Kipa) Mit seinem Vortrag "Freiheit in der Kirche" beschloss der Luzerner Kirchenrechtler Adrian Loretan am 8. Mai an der Universität Luzern die öffentliche Ringvorlesung "Kirche gestalten oder Church Management by ...". Weiter

 

Es sind die Kirchentreuen

Johannes Röser, in Christ-in-der-Gegenwart.de

Noch ist es zu früh, um zu beurteilen, ob durch die vatikanischen Ereignisse um die vier Lefebvre-Bischöfe der katholischen Kirche ein Dauerschaden entstanden ist. Die Aufregung und Empörung aus der Mitte des Gottesvolkes jedenfalls sind beträchtlich. Denn nach der ersten fassungslosen Erkenntnis, dass unter denen, deren Exkommunikation vom Papst bedingungslos aufgehoben worden war, sich auch ein Holocaust-Leugner und handfester Antisemit befindet, stellte sich eine weitere Sorge ein, die das Kirchenleben im Inneren betrifft: Welche Bedeutung sollen oder dürfen die Reformvorhaben und Reformanstöße des Zweiten Vatikanischen Konzils gemäß den Vorstellungen des jetzigen Papstes für die Zukunft unserer Glaubensgemeinschaft haben? Weiter

Potential Ortsgemeinde

Referat von Prof. Dr. Stefan Knoblauch, 28. März

Anlässlich der Übergabe der ersten Unterschriften der Konzils-Petition an die dt. Bischofkonferenz hielt der Kapuziner Stefan Knoblauch ein viel beachtetes Referat. Referat

Rettet das Konzil

Vortrag vom Publizisten Peter Hertel, 24. März

Der Referent erinnerte daran, dass bereits Hans Urs von Balthasar das Opus Dei „die stärkste integralistische Machtballung in der Kirche“ genannt hat. Wobei, so Hertel, man unter Integralismus das Bestreben verstehe, die katholische Lehre rein („integer“) zu bewahren. Weiter

Versöhnungsgesten des Papstes

Papstbrief und Stellungnahme der KirchenVolksBewegung

Der Brief von Papst Benedikt XVI. an die Bischöfe kann hier eingesehen werden. Die Stellungnahme der KirchenVolksBewegung als PDF heruntergeladen werden.

"Vater" der Tagsatzung geehrt

Am 8. März wurde der Herbert-Haag-Preis an Leo Karrer übergeben

Die Tagsatzung freut sich, dass ihr Freund und Mitarbeiter Leo Karrer die "international renommierteste Auszeichnung für Zivilcourage in der katholischen Welt" ("Aufbruch") erhielt. Weiter

"Unheilbar Katholisch"

Leo Karrer ist Preisträger der Herbert-Haag-Stiftung

Der emeritierte Professor für Pastoraltheologie war Initiant der kirchlichen Tagsatzung. kath.ch erzählt er, was ihm der Herbert-Haag-Preis bedeutet und weshalb ein Kirchenaustritt für ihn nie ein Thema war. Weiter

Auf dem rechten Weg

Glosse von Josef Bieger-Hänggi, 19. Februar 2009

"... Je länger ich jedoch überlegte, desto deutlicher kam auch meine Freude an der Kirche wieder zurück. ...". Weiter

Soll man jetzt austreten?

Stellungnahme der offenen Liechtensteiner, 14. Februar 2009

Der Papst hat seine Kirche in eine Krise geführt. Erstmals in der Geschichte der römisch-katholischen Kirche wurden Exkommunizierte aufgenommen, die sich nicht zum letzten Konzil bekennen. Weiter

Versöhnungs- und Lichtfeier

Verein Tagsatzung, 12. Februar 2009

Die Bussfeiern sind im Gespräch. Die Schweizerische Bischofskonferenz hat die Bussfeiern mit Generalabsolution wieder abgeschafft. Gemeinschaftliches Busse tun und gemeinsam von der Sünde befreit zu werden ist out. Dies nun auch, nachdem die kirchliche Hierarchie in einige Fettnäpfchen getreten ist. Der Verein Tagsatzung im Bistum Basel hat die kirchliche Situation aufgegriffen und sowohl eine Versöhnungsfeier (PDF / DOC) als auch eine Lichtfeier (PDF / DOC) gestaltet, die Gemeinschaften einladen über unser Kirche sein als auch unser sündhaftes Verhalten nachzudenken.

Paradoxe Intervention des Heiligen Geistes

Peter Bürger, Düsseldorf, 6. Februar 2009

Die Revolution kommt in der römisch-katholischen Kirche an. Ein aktuelles Deutungsangebot dieser Tage. Weiter

Eine jüdische Stimme zur aktuellen Situation

Rabbiner Walter Homolka, Tagblatt,  6. Februar 2009

Juden sollen wieder missioniert werden und der Papst holt Erzreaktionäre wieder in die Kirche zurück. Weiter

Rom setzt verheerendes Zeichen

Vorstand der Tagsatzung, 29. Januar 2009

Der Verein Tagsatzung im Bistum Basel teilt die Proteste einer breiten gesellschaftlichen und kirchlichen Öffentlichkeit gegenüber dem Erlass des Vatikans, der die Exkommunikation von vier traditionalistischen Bischöfen der Priesterbruderschaft Pius X. aufhebt. Weiter

Zweites Vatikanisches Konzil

Rom, 25. Januar 2009, respektive 1959

Vor 50 Jahren hat Papst Johannes XXIII. das Zweite Vatikanum angekündigt. Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche appelliert an die Kirche, den Kurs des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) nicht zu verlassen: den Kurs des innerkirchlichen Dialogs, den Kurs der Gemeinschaft des Gottesvolkes, den Kurs der Ökumene und des interreligiösen Dialogs. Weiter

Tagsatzung zu Bussfeiern

Luzern, 17. Januar 2009

Die Versöhnungsfeiern mit kollektiver Absolution haben sich in weiten Teilen der Schweiz zu einem Mittel der persönlichen und gemeinschaftlichen Umkehr und Erneuerung eingebürgert. Die Einzelbeichtpraxis ist verschiedenerorts massivst zurückgegangen.  Die Versöhnungsfeiern holen die Menschen in ihrer Situation ab und werden besinnlich und kreativ, feinfühlig und verantwortungsbewusst gestaltet. Weiter

Guter Humor deckt auf

Olten, 17. Januar 2009

Bekannt ist der jüdische Humor, doch es gibt auch einen römisch-katholischen. Dabei verfestigt guter Humor nicht bestehende Kirchenbilder, sondern er zeigt auch, dass das was als unveränderlich gilt, in Wirklichkeit mehrere Möglichkeiten hat und veränderlich ist. Weiter

 

"Kölner Erklärung" bleibt aktuell

München, 4. Januar 2009

In einer Pressemitteilung sagt "Wir sind Kirche", dass die "Kölner Erklärung" heute genauso aktuell sei wie vor 20 Jahren. Weiter

Wechsel im Sekretariat der TS

Luzern, Neu Jahr 2009

Seit der Gründung des Vereins Tagsatzung im Bistum Basel leitete Vreni Moser das Sekretariat des Vereins. Nun begibt sie sich in den wohlverdienten Ruhestand und der Vorstand des Vereins dankt ihr herzlich für den unermüdlichen Einsatz. Neu kümmert sich Kathrin Lochbühler um das Vereinssekretariat. Sie sei an dieser Stelle froh willkommen geheissen. Weiter

 

Leonardo Boff geehrt

Deutschland, Leonardo Boff zum 70. Geburtstag

Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche gratuliert dem weltweit bekannten Theologen Leonardo Boff zu seinem 70. Geburtstag und dankt ihm für seine theologischen, politischen und spirituellen Impulse, die auch die basiskirchlichen Bewegungen in Europa entscheidend geprägt haben und weiterhin prägen. Weiter

Das Zweite Vatikanische Konzil

Würzburg, 8. November, Vortrag von Wolfgang Seibel

Seibel präsentiert die wichtigsten Ergebnisse des Zweiten Vatikanischen Konzils und schildert die weitere Entwicklung der Kirche nach dem Konzil. Weiter

Damit Kirche lebt

Luzern, 7. November  2008

Vom 24. bis 26. Oktober weilte Walter Kirchschläger in Wien und legte seine Gedanken zur Entfaltung der Kirchen am Ort aus den biblischen Anfängen vor. Weiter.

Johannes XXIII. wurde vor 50 Jahren gewählt

Deutschland, 28. Oktober 2008

Die Tagsatzung dokumentiert hier die Stellungnahme von "Wir sind Kirche", Deutschland. Weiter.

Preisträger der Stiftung für Freiheit in der Kirche

Luzern, 20. Oktober 2008

Die Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche zeichnet Giusep Nay, Leo Karrer und Hermann Häring aus. Nay und Karrer haben sich mit ihrem Einsatz auch bei der Tagsatzung im Bistum Basel sehr verdient gemacht. Der Verein gratuliert den Preisträgern herzlich. Weiter.

Brief an Kurt Koch und Franz Sabo

Luzern, 1. Oktober 2008

"Mit Freude haben wir  von Ihrer Einigung Kenntnis genommen. Im Namen des Vorstandes  danke ich Ihnen und Ihren Gremien für die  glückliche Lösung des Konflikts. Dieser Weg der Versöhnung stärkt  die Glaubwürdigkeit unserer Kirche im Bistum Basel". Weiter.

Der Vereinsvorstand der Tagsatzung

Steinhausen, 23. September 2008

 

Von links nach rechts: Paul Jeannerat, Vreni Moser (Sekretariat), Matthys Klemm, Brigitte Durrer (Präsidentin), Josef Bieger, Michaela Zurfluh Merkle, Walter Ludin, Kathrin Brenner, Adrian Müller.

4. Generalversammlung Verein TS im Bistum Basel

Olten, Mai 2008

Im Rückblick auf das vergangene Jahr dankte Brigitte Durrer, Präsidentin des Vereins Tagsatzung im Bistum Basel, den Vereinsmitgliedern für ihren Einsatz und betonte, dass bei allem Tun die Nachhaltigkeit sehr wichtig sei. Die Jahresrechnung 2007 und das Budget 2008 wurden von den über dreissig Anwesenden einstimmig angenommen.

 

 

 

"Wir haben ein sehr spannendes und auch spannungsreiches Vereinsjahr hinter, ein ähnliches wohl auch vor uns", meinte die Präsidentin Brigitte Durrer. Rechts von ihr bereitet ihr Stellvertreter Matthys Klemm das Traktandum Rechnung und Budget vor.

 

 

Im thematischen Teil der Versammlung erzählte Röbi Hug, Mitglied und Vorstand vom Diözesanen Seelsorgerat im Bistum Basel, über "Konfliktkultur als Weg zu einer glaubwürdigen Kirche: Ziel - Möglichkeiten - Wege der Umsetzung". Weiter.

Hans Küng zum 80. Geburtstag

Bern, März 2008

Der Theologe und Konzilsteilnehmer Hans Küng ist mit seinem unermüdlichen Engagement für ein zukunftsfähiges Christsein und für ein religionsübergreifendes Weltethos immer wieder Ermutiger und Wegweiser. Der Verein Tagsatzung im Bistum Basel schliesst sich der Würdigung von Wir sind Kirche an und gratuliert Hans Küng zu seinem Geburtstag.

 

 

Weitere Informationen zu Hans Küng findet sich unter "Presse".

Möglichkeiten eines synodalen Prozesses

Bümpliz, Januar 2008

Gut siebzig Leute trafen sich im Pfarreiheim St. Antonius. Sie machten sich gemeinsam Gedanken über die Notwendigkeiten und Möglichkeiten eines synodalen Prozesses im Bistum Basel. Dabei wurden unter anderem die Synode 72 wie auch der Pastorale Entwicklungsplan im Bistum Basel (PEP) vorgestellt und besprochen. Weiter.

3. Generalversammlung

Olten, Juni 2007

Die Vorbereitungen auf die Tagsatzung07 in Allschwil seien arbeitsintensiv und mit vielen Überraschungen gewürzt gewesen, sagte die Präsidentin Brigitte Durrer im Jahresbericht 2006 des Vereins. Einig war man sich, dass die Tagsatzung07 ein Erfolg war und dass man auf eine gelungene Veranstaltung zurückblickt. Aufgeworfen wurde die Frage, ob in zwei oder drei Jahren eine weitere Tagsatzung organisiert werden soll. Das „Dass“ einer weiteren Tagsatzung war unbestritten, das „Wann“ wird der Vorstand in den nächsten Monaten klären.
Nach dem geschäftlichen Teil gab Paul Zemp aus Langendorf einen Input unter dem Titel „Zukunft des Vereins Tagsatzung im Bistum Basel“. Dazu stellte er drei Organisationstypen vor. Er besprach die Vor- und Nachteile einer Verortung als Verein, als Bewegung und als Partei. „Dieser Verein nimmt sich meiner Anliegen an“, sei die Einstellung der Mitglieder beim ersten Organisationstypus, erklärte Zemp. Diese bleiben grösstenteils passiv und unterstützen den Verein finanziell und ideell. In Bewegungen seien die Mitglieder aktiver ins gemeinsame Leben einbezogen als im Verein, doch dienen Bewegungen zumeist der geistlichen Erneuerung und seien wenig an strukturellen Veränderungen interessiert. Die innerkirchliche Partei würde es ermöglichen, so Zemp, sozialethisch usw. in der Kirche präsent zu sein. Wichtig schien es Zemp, dass die Tagsatzung sich an der „versöhnten Vielfalt“ orientiere. Dazu gehöre die innerkirchliche Akzeptanz, dass es unterschiedliche Meinungen gäbe; und dass diese für die Kirche sogar wichtig seien. In der anschliessenden Diskussion kam auch der Organisationstyp der Sub- oder Teilkultur ins Gespräch. Damit verbinden sich Parteilichkeit und unterschiedliche Optionen.