Die Menschen ins Zentrum stellen. 50 Jahre SPI. Forschen, Beraten und Planen für die katholische Kirche in der Schweiz.

Eine Buchempfehlung von Walter Ludin

«Was die Menschen beschäftigt, beschäftigt auch die Kirche.» Nach diesem Motto untersucht das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut/SPI in St. Gallen seit 50 Jahren gesellschaftliche Trends, damit die Kirche die Lebenswirklichkeit der Menschen immer besser kennt. Die vorliegende Jubiläumsschritt gibt einen Überblick über sein «Forschen, Beraten und Planen» (Untertitel). So wurde das kleine, aber feine Buch zum «Spiegel der Schweizer Kirchengeschichte seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil».

Es fällt beim Lesen immer wieder auf, wie sich das heutige gesellschaftliche und kirchliche Klima von jenem der 1960er Jahre unterscheidet. Herrschte damals eine Aufbruchstimmung, so kennt man heute eher Resignation. Dennoch fallen die Autoren und Autorinnen der Jubiläumsschrift nicht ins Jammern und Lamentieren.

Überdies: Auffallend oft wird betont, dass der Umgang mit der Migration für die Schweizer Kirche eine der offenen Fragen der Gegenwart ist.

Walter Ludin

Zitat

«Mit ca. 3 Millionen Kirchenmitgliedern verfügt die katholische Kirche aktuell über einen nie gekannten Höchststand an Mitgliedern. Selbst wenn man sehen muss, dass die Austrittszahlen – sehr langsam aber wohl auch sehr sicher – steigen, so darf man festhalten, dass die katholische Kirche dennoch zu den mitgliederstabilsten grossen Institutionen der Schweiz zählt.»

Arnd Bünker in: 50 Jahre SPI


Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut (Hg): Die Menschen ins Zentrum stellen. 50 Jahre SPI. Forschen, Beraten und Planen für die katholische Kirche in der Schweiz. EDITIONspi 2018. ISBN/GTIN978-3-906018-15-7. 148 S.